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 | 1919 - 1945 |
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Gründung der Schwesternschaft
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Der Neubeginn
Trotz des hohen Idealismus, den die Helferinnen des Hauspflege-Werkes der Krefelder Drittordensgemeinde zeigten, konnte auf dieser Grundlage allein die Haus- und Familienpflege nicht in allem sachgerecht vollzogen werden. Das war das Ergebnis jahrelangen Bemühens der Hauspflege der Krefelder Drittordensgemeinde.
Pater Markus war ehrlich und aufgeschlossen genug, das zu sehen, und mit seinem offenen Blick für Notwendigkeiten entschlossen genug, die Folgerung zu ziehen. Das Werk bedurfte der Stützung durch hauptberufliche Kräfte. Nach solchen suchte er innerhalb und ausserhalb des Dritten Ordens.
Am 19. April 1919 konnten sechs hauptberufliche Hauspflegeschwestern ihre Arbeit beginnen. Damit war der Grundstock für eine neue Schwesternvereinigung des Dritten Ordens gelegt, die sich die Haus- und Familienpflege zur Aufgabe setzte.
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1927 - Kauf des Hauses Jungfernweg 1
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Die junge Gemeinschaft der Hauspflegeschwestern war zunächst eine sehr lockere. Die Schwestern wohnten bei Ihren Eltern oder Verwandten oder anderswo zur Miete. Ihre Zusammenkünfte zur Arbeitsverteilung und zur Fortbildung hatten sie in einem Raum der Drittordensgemeinde im Krefelder Caritashaus. Nach einem Jahr konnte eine geräumige Wohnung im Haus "Sternstraße 5" gemietet werden.
1927 bot sich als günstiger Kauf das Haus "Jungfernweg 1" an. Der Kaufpreis war nach vielen Jahren mühsam abgetragen.
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Finanzielle Sicherung
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Die neue Schwesterngemeinschaft der Hauspflege zeigte natürlich eine Entwicklung. Die Schwesternschaft entwarf eine ansprechende Tracht, regelte die Arbeitsgebiete, setzte die wechselseitigen Rechte und Pflichten zwischen den Schwestern und der Gemeinschaft fest, ordnete die Aus- und Weiterbildung der Schwestern, stellte die Kranken- und Altersversorgung der Schwestern sicher.
Über die finanzielle Sicherung seiner Hauspflege - Schwesternschaft schreibt Pater Markus: "Die Hauspflege hat eine nicht geringe Zahl von Hilfsquellen für ihre finanziellen Sorgen...". Diese zahlreichen Hilfsquellen waren notwendig, da nach dem Grundsatz der Hauspflege des Dritten Ordens die Hilfe "zunächst den Armen und Minderbemittelten - ohne Rücksicht auf die Konfession "gewährt" wurde. Die Schwesternschaft konnte nur ein bescheidenes Leben führen. Wegen ihres freudigen und opfervollen Einsatzes genoss sie das Wohlwollen weitester Kreise.
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Entwicklung in den 20er Jahren
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Die Entwicklung der Schwesternschaft war eine günstige. Im Jahre 1929 betrug die Zahl der Schwestern bereits 36 und es konnten inzwischen von der Hauptstelle Krefeld aus Zweigstellen der Hauspflege gegründet werden, so in Krefeld-Traar (1924), Moers (1925), Kamp-Lintfort (1925), Krefeld-Uerdingen (1926), Neukirchen-Vluyn (1926), Homberg-Hochheide (1927). Die Tat der Krefelder Drittordensgemeinde gab das Vorbild und den Mut zu einer gleichen Gründung in folgenden Hauptgemeinden des Dritten Ordens: Aachen (1919), Koblenz (1920), Bocholt (1921), Mainz (1922), Dieburg (1923), Kleve (1925), Oberhausen (1925), Karlsruhe (1925) und Werne (1926).
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Jurisdiktion
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Einen bedeutungsvollen Schritt in der Entwicklung der Krefelder Hauspflege-Schwesternschaft brachte das Jahr 1932.
Die Schwesternschaft wurde dem kirchlichen Recht entsprechend der Jurisdiktion des Aachener Bischofs unterstellt. Damit war sie der geistlichen Oberleitung des Provinzials der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz entzogen und erhielt nun einen kirchenrechtlichen Status als eine Vereinigung von Mitgliedern des Dritten Ordens, die ein gemeinschaftliches Leben führen.
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Starker Rückschlag
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Die Zeit des Nationalsozialismus und des 2. Weltkrieges brachte der aufblühenden Schwesternschaft einen starken Rückschlag, da es nach und nach fast unmöglich wurde, Kandidatinnen in die Schwesternschaft aufzunehmen.
Der Kaufpreis für das Haus im "Jungfernweg 1" war gerade mühsam abgetragen, als das den Schwestern so traut gewordene Heim in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 1943 durch Bomben zerstört wurde. Die Schwestern wohnten nun bis 1945 zerstreut. Nach der Kapitulation stellte die Stadt Krefeld den Schwestern das herrschaftliche Haus "Steinstraße 147" zur Verfügung, das ihnen bis 1953 als Heim diente und in dem sie zugleich 15 alte Leute betreuten.
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